Willkür und Unberechenbarkeit bei Transsexualität.

Es zeigt sich immer wieder wie willkürlich und zufällig der rechtliche, medizinische und soziale Umgang mit transsexuellen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen  Menschen ist. Es ist absolut unhaltbar und es ist die Forderung zu stellen das dieser Missstand schnellsten behoben wird.

Dürfen die einen Kinder in ihrem Geschlecht zur Schule, Lehrer und Schulleitung steht dahinter, das Geschlecht wird akzeptiert. So ist es bei anderen genau entgegengesetzt. Mobbing und Ausgrenzung wird von der Schule toleriert und das Geschlechtswissen der Kinder wird verleugnet.

Stellen die einen einen Antrag auf Änderung des Vornamens und rechtlichen Geschlechtseintrages und das Verfahren ist innerhalb eines halbem Jahres abgeschlossen, dauert es bei den anderen bereits so lange bis sie die erste Nachricht vom Gericht bekommen. Danach kommen dann noch die Gutachten und es dauert ewig. Auch die Kosten der Gutachter sind derart unterschiedlich und unberechenbar. Es geht von 1500 Euro bis 5000 Euro.

Bekommen die einen Ihr Gutachten für die rechtlichen Schritte ohne sonderliche Probleme, auch die Indikationen für Hormone und medizinische Maßnahmen werden unproblematisch erstellt. So machen andere Therapeut/Gutachter größte Probleme. Mehrere Besuche,  vollkommenes Entkleiden und Begutachtung anhand der Kleidung sind keine Seltenheit. Auch wird von so manchem versucht die Transsexualität weg zu therapieren, was nachweislich nicht geht. Die Indikationen für medizinische Maßnahmen werden nur sehr zögerlich erstellt. Der transsexuelle Mensch wird teils Jahre hin gehalten.

Bei den Krankenkassen das gleiche, je nach Sachbearbeiter geht es schnell und unbürokratische oder es wird Schikaniert was geht. Manchmal wird es sogar bis zur Gerichtsverhandlung heraus gezögert.

Mit Ärzten ist es auch eine Glücksfrage. Bei der genitalangleichende Operation kommt es auf den Chirurgen an, es gibt Fälle die wirklich erschreckend sind. Hormontherapie ist auch so eine Sache. Verlässliche Informationen liegen nicht vor. Manche Endokrinologen geben sich mühe und gehen auf den Patienten ein. Sie richten ihr Augenmerk auf die Verweiblichung/Vermännlichung. Anderen genügt es die falschen Hormone zu unterdrücken und sie ignorieren die Wünsche des Patienten.

Es ist ohnehin eine äußerst belastende Situation mit falschen geschlechtlichen Körpermerkmalen und im falschem Geschlecht zu leben. Wenn dann noch diese Belastung durch die Verweigerungshaltung dazu kommt, kann dies extreme gesundheitliche Folgen haben. Es ist an der Zeit hier Änderungen herbei zu führen. Es geht bei Transsexualität nicht um Lebensweisen oder um ein Leben im anderem Geschlecht. Es ist kein Spaß, es geht um das eigene Geschlecht, um die Anerkennung des eigenen Geschlechts. Es geht um die Existenz der Betroffenen. Nicht wenige haben sich dem Druck, im falschem Geschlecht zu leben, durch Suizid entzogen.

Autor: Lotty Maria Wergin - 18.April 2016

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