ADS Fachtagung "Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa"

Bereits lange im Vorfeld dieser Fachtagung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) mit dem Titel "Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und der Welt" gab es herbe Kritik über dieses unsägliche Sammelsurium Trans*, zu dem angeblich ja auch Transsexuell hinzu gezählt werden müsse.

Auch wir haben uns eingemischt und immerhin hat man seitens der ADS zur Kenntnis genommen dass es nicht geht Trans* mit Eigenschaften zu belegen. Die Aussage "Trans* würden unter der dualen Geschlechtlichkeit leiden" wurde daraufhin auch entfernt.. Ein kleiner Erfolg? Das Problem ist nur das man jetzt nicht jedem hinterher laufen kann um ihn darüber aufzuklären.

Dieser erneute Versuch einer Sammelbezeichnung - Trans* - ist blanker Unsinn und wird sich früher oder später auch als solcher erweisen.

Im persönlichem Gespräch mit Mitarbeitern der ADS wurde ich zu dieser Fachtagung eingeladen und mir wurde in Aussicht gestellt dass man sich dort austauschen könne, ich also die Gelegenheit haben würde meine Meinung in die Diskussion einzubringen.

Als kurze Vorab-Info: Selten war ich derart enttäuscht und verärgert wie bei dieser Fachtagung, die wohl mehr als TrIQ und BVT* Manipulation und Gleichschaltungsversuch verstanden werden muss. Wir wurden Stundenlang mit Trans, Transmensch und Transgeschlecht berieselt, uns wurde klar gemacht dass Geschlecht lediglich ein soziales Konstrukt sei und wir uns dieses nach belieben auswählen könnten.

Geschlecht sei doch ohnehin überflüssig. Es wurde von Transgeschlecht also Geschlechtswechsel gesprochen und es wurde von Geschlechtsumwandelnden OP's, die sich jedoch überwiegend auf Äußerlichkeiten bezogen, eingegangen. Eine genitalangleichende OP sei doch überflüssig, es gehe doch nur um die soziale Komponente, um die Geschlechtsidentität. Die Tatsache das es Menschen gibt die mit gegengeschlechtlichen Körpermerkmalen zur Welt kamen war überhaupt kein Thema, es wurde mit keiner Silbe erwähnt. Menschen die sich ganz klar positionieren und wissen dass sie einem Geschlecht angehören und nicht nur eine andere Rolle leben wollen passen anscheinend nicht in das Gender-Queere Konzept.

Hier einmal ein kurzer Ausschnitt aus dem Triq-ABC um zu sehen wie diese Herrschaften denken und welche Meinung sie vertreten.
"Sich selbst bezeichnen vor allem Menschen als transsexuell, die sich als eindeutig dem Gegengeschlecht angehörend erleben."
Falsch liebe TrIQ-Aktivisten, wir sind Frauen und Männer mit gegengeschlechtlichen Körpermerkmalen. Wir fühlen uns eindeutig unserem Geschlecht zugehörig. Ich frage mich: geht es Transphober, geht es diskriminierender? Bevor ihr Aussagen über uns trefft, fragt uns bitte, wir erklären es euch dann schon.

Diese beiden Berliner Gruppen haben es hervorragend verstanden sich mit ihrer Meinung derart in den Vordergrund zu setzen, das ist schon bewundernswert. Berlin scheint defakto verloren zu sein, dort ist man massiv dabei Geschlecht zu dekonstruieren. Menschen mit transsexuellem Hintergrund passen da nun mal nicht hinein. Geschlecht sei ja nur ein soziales Konstrukt welches man nach belieben wählen kann. Dies verträgt sich nicht mit der Tatsache, dass es eine vorgeburtliche Festlegung auf das Geschlecht gibt die jenseits der geschlechtsbestimmenden Körpermerkmale liegt. Wenn man dies akzeptieren würde käme die Philosophie der Trans*Bewegung vollends ins Wanken.  

Zu dieser zugesagten Diskussion kam es jedenfalls nicht, es wurden lediglich Fragen zugelassen. Im Pannel 2 Trans* in der Bildung wollte ich auf das fälschliche "Transgeschlechtlich", auf den Mangel an Wissen um Menschen mit transsexuellem Hintergrund und auf die Tatsache, dass dies nicht vorkommen dürfe eingehen aber es wurde abgelehnt darüber zu diskutieren, es seien nur Fragen erlaubt. Darauf bin ich in das Pannel 4 (Gesundheit) gewechselt. Auch hier ging es nur um Trans*, Transgeschlecht, Trans*Menschen. Insgesamt  wurde nur über die bekannten Probleme geredet, also nicht wirklich etwas neues. Der Titel dieses Blockes "Diskussionen im Panel 1-4" war blanker Hohn.

Auch in dem abschließendem Block "Panelergebnisse und Fragerunde" kam es nicht zur Diskussion. Dennoch hatte ich Gelegenheit auf unsere Problematik ein zu gehen. Ich habe darauf aufmerksam gemacht das es immer nur um Trans* und Transmenschen ginge und gefragt ob es auch bekannt sei das es Männer und Frauen gibt die in ihrem Geschlecht anerkannt werden möchten. Die Anwort viel recht kurz aus "Es gibt auch Menschen die sich als Frau oder Mann verstehen". Als ich mich darauf noch einmal zu Wort melden wollte wurde dies abgewimmelt aber ich hatte bereits das Mikro und wies mit deutlichen und intensiven Worten darauf hin dass wir Frauen und Männer sind, das sei doch ein Unterschied.

Es gab dort dann auch Zustimmung seitens der Besucher und wie sich am Rande der Veranstaltung zeigte waren es nicht wenige die mit Trans* überhaupt nicht einverstanden sind. Auch Menschen ohne Bezug zu unserer Problematik zeigten durchaus Verständnis für unseren Unmut. Wie man sich seitens dieser Trans* Vereine derart über diese Interessen hinweg setzen kann ist schon bemerkenswert und zeugt nicht gerade von Toleranz.

Trans* wollte dies alles jedoch nicht zur Kenntnis nehmen. Eine eindeutige Geschlechtszuordnung passt halt nicht in die Vorstellung der Gender/Queeren Trans*Aktivisten. Nicht nur für mich ist nach dieser Veranstaltung eines ganz klar. Es gibt Trans* Menschen und mit denen haben wir nicht viel gemeinsam. Trans* steht für soziale Rolle, steht für Transgender, beinhaltet keinesfalls Menschen mit gegengeschlechtlichen Körpermerkmalen.

In der Politik scheint aber doch noch ein anderes Bild zu bestehen, die Anwesenden Personen aus diesen Reihen redeten von Transsexuell, Transmenschen kam bei denen meines Wissens nicht über die Lippen. Das Problem ist nur dass die Politik Ansprechpartner benötigt und da ist nunmal leider dieser unsägliche von Transgender behersschte BV-Trans* gegründet worden, der alles vertritt, nur nicht unsere Interessen.

Nach Abschluss dieser Tagung und dem elendigem "alles gleich machen" könnte man fast einen Hass auf Trans*Menschen entwickeln. Nur das ist falsch, es sind nicht diese Menschen, die suchen ihr Glück wie jeder andere auch. Es sind diese fanatischen Trans*Aktivisten. Diese Menschen die Transsexualität versuchen als etwas darzustellen was es nicht ist. Die nicht akzeptieren wollen das wir Männer und Frauen sind. Die uns einreden wollen das wir die GaOP nur machen weil wir in dem heteronormativem Weltbild gefangen sind. Die Geschlecht zur Beliebigkeit erklären wollen, die sich der Transsexualität bedienen um sie für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

Wir könnten zusammen stehen aber durch eure verleugnende Haltung unseres wahren Geschlechtes, indem ihr uns als Menschen hin stellt die im Gegengeschlecht leben, schafft ihr Gräben die immer tiefer werden. Sorgt ihr für eine Auseinandersetzung und sorgt für Ausgrenzung. Denn mit euch können wir uns so nicht solidarisch erklären. So nicht liebe Trans*, wir sind Frauen und Männer die die Genitalangleichung für uns ganz persönlich machen lassen, weil wir das für uns richtige Genital benötigen. Für uns, versteht ihr, nicht für die Gesellschaft.

Es ist eine ganz schlimme Form der Diskriminierung, ihr behaupten für uns zu kämpfen aber in Wirklichkeit bringt ihr uns von unserem Wunsch "in unserem Geschlecht anerkannt zu werden" weiter weg.

Es gibt ein Leben nach der Transition, als Mann oder Frau, ganz ohne Trans* ganz ohne Transmensch, Transfrau oder Transmann. Dies gilt es zu akzeptieren.

Das verstehen wir unter: Gleiches Recht. Jedes Geschlecht.

Autor: Lotty Maria Wergin - 9.Oktober 2015

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