Das Geschlecht ist dual, nur Gender kennt Zwischenstufen.

Normalerweise gibt es Männer und Frauen, genauso wie Menschen normalerweise zwei Hände, zwei Beine haben und auch sonst einer gewissen Norm unterliegen. Es gibt jedoch Ausnahmen! Manchmal kommen die Dinge während der Embryogenese durcheinander und es entspricht nicht der Norm. Aber das sind eben Ausnahmen.

Bei der Geschlechterfrage spielen natürlich mehrere Faktoren eine Rolle. Neben den biologischen Faktoren sind auch die sozialen Aspekte zu betrachten. Identifiziere ich mich mit Frauen oder mit Männern, wie verhalte ich mich. Ist mein Habitus eher weiblich oder männlich oder lehne ich Geschlechterstereotypen gänzlich ab. All dies sitzt im Gehirn und da wir im Grunde unser Gehirn sind, mit dem Körper als Werkzeug, liegt es nahe das Geschlecht in das Gehirn zu verlegen. Ich denke ich bin Frau, also bin ich Frau. Nur ist das wirklich Geschlecht oder ist das Lebensweise, wie wir aus der Genderqueeren-Community immer wieder zu hören bekommen.

Die Gehirnforschung versucht der Frage "Geschlecht" auf die Spur zu kommen. Mit modernen bildgebenden Verfahren wird das Gehirn bei seiner Arbeit überwacht. Welche Areale werden bei Frauen und Männern zur Lösung bestimmter Aufgaben heran gezogen. Man glaubte hier die Unterschiede zwischen den Geschlechtern auf die Spur zu kommen.

Aber was bekam man heraus? Nach diesen Untersuchungen zeigt sich das es keine Eindeutigen Ergebnisse gibt, es gibt alle möglichen Zwischenstufen. Manche Männer können eben doch zuhören und manche Frauen rückwärts einparken. Mit Geschlecht hat das aber alles nicht zu tun.

Daraus ableiten zu wollen das es 7 Mrd. Geschlechter gibt, funktioniert einfach nicht, denn was da getestet wird ist Gender. Ist Verhalten, ist die Art wie wir eine Aufgabe lösen, ist unsere individuelle Persönlichkeit und nicht das Geschlecht. Wer meint, daraus Geschlecht ableitet zu wollen, ist gefangen in stereotypen geschlechterrollen Klischees. Geschlecht ist dual, entweder Vagina oder Penis, Geschlecht ist jedoch nicht nur Genital. Es gibt da noch etwas, was unsichtbar tief in uns drin sitzt, nennen wir es ruhig einmal die Körperlandkarte.

Ein Säugling weiß, wenn es im Bauch grummelt, das es Hunger hat und was es zu tun hat um dieses Bedürfnis zu befriedigen. Der Körper weiß wie er seine Temperatur zu regeln hat. Es ist angeboren. Genauso ist auch diese Körperlandkarte angeboren. Die Nerven für die Gliedmaßen und alle Sinnesorgane sind nach einem festen Muster angelegt. Ein Säugling weiß das es sich bewegen kann, das es atmen kann, sehen und hören kann. Das es all das kann was uns zur Interaktion mit der Umwelt befähigt. Sicher muss es lernen das Körper-Orchester zu beherrschen aber die Fähigkeit den Körper grundsätzlich zu nutzen ist im Nervensystem fest verschaltet.  

Nun wäre es aber verwunderlich wenn die wichtigsten Organe der menschlichen Existenz, nämlich die Organe, die nötig sind um unsere Spezies über die Generationen zu erhalten, in dieser Körperlandkarte ausgenommen wären. Diese Körperlandkarte, wo sie auch immer angesiedelt ist, kennt nur zwei Geschlechter, Mann oder Frau. Ein dazwischen ist im Normalfall nicht vorgesehen und es ist absurd davon aus zu gehen das es mehr als diese zwei Geschlechter im biologischem Sinne gibt. Im Gegensatz dazu kennt die Genderrolle in der Tat jegliche Abstufung aber das ist die Persönlichkeit und hat nichts mit Geschlecht zu tun.

Autor: Lotty Maria Wergin - 19.Februar 2016

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